2017
JULI

Der Wohntraum ist jetzt real|Südwest-Presse/Metzingen 23.07.2017

Selbst im nobelsten Restaurant schwimmt mal ein Haar in der Suppe. Und so wundert es nicht, dass auch die Bewohner des „Wohn(t)raum  Sannental“ mitunter mit irdischen Problemen zu kämpfen haben: Die Umzugskartons packen sich einfach nicht von alleine aus, sie stapeln sich entweder in der Wohnung oder im dazugehörigen Kellerraum.
 
Der vergangene Freitag konnte da nur wenig Abhilfe schaffen, denn statt sich um den Einzug zu kümmern, stand da die feierliche Einweihung des Gebäudes auf dem Programm. Bewohner, Investoren und die am Bau beteiligten Firmen feierten sich selbst – und hatten auch allen Grund dazu. Blickt man nämlich mal über einen der Umzugskartons hinweg, so kommt das Mehrgenerationen-Projekt, letztlich 2003 aus einem Metzinger Zukunftsteam heraus initiiert, einem Wohntraum schon sehr nahe.
 
Bewohner zwischen null und 85 Jahren leben hier künftig unter einem Dach. Das Gebäude mit großem Gemeinschaftsraum im Eingangsbereich ist auf Kommunikation ausgelegt, wie Architekt Heinz Neudeck-Mützel vom Büro CasaNovo erklärte. Viele Glasflächen, viele Sitzgelegenheiten und eben die Gemeinschaftseinrichtungen sollen für ein buntes Miteinander sorgen. Eine hauseigene Kinderbetreuungseinrichtung, eine Inklusionswohngruppe, eine „Boule-Bahn“ im großzügig angelegten Garten, ein eigenes E-Auto fürs Carsharing unter den Bewohnern – Planer, Bewohner und die  Baufirmen haben bei dem Null-Energiehaus wirklich an alles gedacht, was innerstädtisches Wohnen heutzutage ausmacht.
 
Dementsprechend durften sich die Erwähnten am Freitag zur offiziellen Eröffnung auch ein bisschen selbst feiern. „Das Versprechen der Bewohner, füreinander einzustehen, klingt beinahe wie ein Eheversprechen“, machte Oberbürgermeister Dr. Ulrich Fiedler die Symbolik der „in Metzingen einmaligen Wohnform“ deutlich.
 
Über die Punktlandung im Terminplan zur Fertigstellung freute sich Wolfgang Brodbeck, er erinnerte, wie zuvor bereits Projektplaner Albrecht Reuß, auch an den 28-jährigen Bauarbeiter, der bei einem Arbeitsunfall auf der Baustelle ums Leben kam. Um die Gemeinschaft der Bewohner nochmals zu fördern, lud Brodbeck alle Einwohner zu einem gemeinsamen Kinoabend ein, „aber erst, wenn die Umzugskartons ausgepackt sind“, sagte er.
 
Auf Seiten der privaten Investoren und Eigentümer hatte Albin Gugl die Rolle des „Bauleiters“ inne. Ihm dankten seine künftigen Mitbewohner mit dem Setzen einer Albin-Gugl-Zirbelkiefer. Doch beim so Geehrten scheint der Eifer längst noch nicht erloschen. „Wir denken an ein weiteres, kleineres Projekt auf dem Grundstück Sannentalstraße 6. Eine entsprechende Anfrage an die Stadtverwaltung läuft bereits“, so Gugl. Weitere Wohnträume in Metzingen sind also nicht ausgeschlossen.
 
Michael Koch 23.07.2017

Foto: Thomas Kiehl

Projektplaner Albrecht Reuß witzelte zurecht: Selbst der Schattenwurf des Hauses während der Eröffnungsfeier sei wohl vorbedacht gewesen. So stand einem gemütlichen Einweihungsfest nichts mehr im Wege.
Hr. Neudeck-Mützel Architekt Fa. Casa Nova bei seiner Eröffnungsrede
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2017
MAI

"Casa Nova: Passivhaus-Pionier setzt auf S 21"|Südwest Presse – Artikel vom 20.05.2017

ULM
Frank König | 20.05.2017
 
Der Bauboom in der Region sorgt auch für Rekordzahlen beim Bauträger Casa Nova, der sich zu den Top drei in Ulm zählt. Somit herrscht in dem 1987 von Otmar Hirschmann gegründeten Unternehmen zum runden Geburtstag Zuversicht. Als einer der Gesellschafter der ersten Stunde blickt Heinz Neudeck-Mützel besonders optimistisch in die Zukunft. Warum? „Ulm bekommt einen Flughafen“, sagt er und löst damit zunächst Erstaunen aus.
 
Aber es ist rasch klar, um was es geht: Der Bau der schnellen ICE-Strecke nach Stuttgart sorgt dafür, dass man von Ulm aus besser zum Flughafen kommt als aus der Münchner Innenstadt zum Franz-Josef-Strauß-Airport. Daher bleibt aus Sicht von Neudeck-Mützel die Nachfrage nach Wohnraum in Ulm und Umgebung hoch: „S 21 ist ein maßgeblicher Treiber unseres Geschäfts.“
 
Auf dieser Grundlage hat Casa Nova bereits vergangenes Jahr mit 24 Millionen Euro einen Rekordumsatz erzielt. 2017 läuft das Geschäft auf hohem Niveau weiter. Die Firma, die sich nach den Worten Neudeck-Mützels über charakteristische Architektur und energiesparende Gebäude definiert, hat ein halbes Dutzend Projekte in der Pipeline. In Jungingen baut das Unternehmen, das 1999 schon im Sonnenfeld Vorreiter bei Passivhäusern war, nun vier Neun-Familienhäuser in der Null-Energie-Variante.
 
Das bedeutet, dass diese Gebäude außer einer Photovoltaik-Anlage und einer Wärmepumpe keine zusätzliche Energiequelle benötigen. Dafür gibt es eine Förderung der Stadt Ulm.
 
Dazu kommen vier Mehrfamilienhäuser mit 45 Wohneinheiten und zwölf Reihenhäuser in Thalfingen. Für ein Mehrgenerationenhaus in Metzingen steuert Casa Nova die Architektur bei. Das Unternehmen mit 29 Mitarbeitern beschäftigt allein zehn Architekten. Im Ulmer Umfeld baut Casa Nova außerdem ein Sechsfamilienhaus in Burlafingen, acht Reihenhäuser in Langenau sowie drei Objekte in Herrlingen.
 
 
„Vom Blatt weg“
 
„Wir verkaufen das meiste vom Blatt weg“, sagt Tobias Bosch, der die Firma zusammen mit Rolf Loser im Zuge eines Generationswechsels sukzessive übernimmt. Wegen des schnellen Abverkaufs spiele das Thema Finanzierung für den Bauträger keine nennenswerte Rolle. Im Verkauf liegen die Preise bei 3500 Euro je Quadratmeter für Geschosswohnungen und rund 400.000 für Reihenhäuser. Die niedrigen Zinsen sorgen dafür, dass Immobilien auch für Kapitalanleger wieder interessant geworden sind, die oftmals mehrere Objekte im Paket kaufen.
 
Das größte Problem ist daher, genügend Grundstücke zu bekommen. Dabei geht Casa Nova teils außergewöhnliche Wege: Wenn beispielsweise in den Vororten eine ländliche Hofstelle aufgegeben wird und die Eigentümer eine altersgerechte Wohnung in einem Mehrfamilienhaus wollen, dann kann man das auch als Tauschgeschäft arrangieren.
 
Casa Nova hat auch neue Ideen für den Bau preisgünstiger Einfamilienhäuser für junge Familien. Das läuft unter dem Titel „Modul C“ mit einem Konfigurator im Internet, über den man sich Häuser ab 285.000 zusammenstellen kann – mit verschiedenen Grundrissen, Eingängen, Dächern, Treppen, natürlich Zimmer-Aufteilungen. In Ulm ist Casa Nova nicht zuletzt durch die Sanierung des Salemer Hofs mit Neubau an der Ecke Neue Straße/Frauenstraße schräg gegenüber vom Gindele bekannt.
 
 
·  Daten und Fakten zum Unternehmen
Baubilanz In den vergangenen 30 Jahren hat Casa Nova (Sitz Wielandstraße) 540 Einfamilien-, Reihen- und Kettenhäuser gebaut. Dazu kommen 404 Wohneinheiten. Mit gewerblichen Flächen sind es mehr als 1000 Einheiten – in insgesamt 680 Objekten.
 
Südwest Presse, 20.05.2017

Die Firmenchefs (von links): Rolf Loser, Heinz Neudeck-Mützel, Otmar Hirschmann sowie Tobias Bosch.
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2017
MAI

"Wohnqualität smart geplant"|Artikel in regional-BAUEN, 05-2017

Das Traumhaus Schritt für Schritt selbst gestalten und zusammenstellen.
 
Artikel in regional-BAUEN Ausgabe 05-2017 über den modul C Traumhaus-Konfigurator von Casa Nova.
 
Sie können sich den Artikel über den Download-Button unten als PDF herunterladen.

Artikel Seite 1
Artikel Seite 2

regional-BAUEN 05-2017
 
  

2017
FEBRUAR

"Wohn-Traum" kann im Sommer bezogen werden|Südwest-Presse/Metzingen 17.02.2017

Was für ein Vorzeigeprojekt: Der Baufortschritt am Wohn-Traum Sannental geht voran, ab Juli können die Eigentümer und Mieter einziehen. „Der Bau läuft auf vollen Touren“, sagt Albrecht Reuß von der Citiplan Stadtplanung in Pfullingen. „Die Fertigstellung kann eingehalten werden.“
 
An elf der insgesamt 31 Wohnungen wird derzeit bereits die Fußbodenheizung, Estrich und Fliesen eingebaut. „Es geht sukzessive voran“, freut sich Albin Gugl, der Geschäftsführer der Bauherrengemeinschaft, zu der 27 Mitglieder gehören. „Der Bau ist im Großen und Ganzen so geworden, wie bereits unsere Konzeptstudie 2013 war.“
 
In Rekordzeit wurde das ehrgeizige Projekt hochgezogen, erst im Januar 2016 war der erste Spatenstich auf dem Gelände des ehemaligen Kindergartens Sannental gesetzt worden. Neben der Bauherrengemeinschaft sind die Citiplan Stadtplanung und Projektentwicklung und die Casa Nova Planungs- und Wohnbaugesellschaft mit im Boot. Nicht nur 31 Wohnungen sind in dem  60 Meter langen und zwölf Meter hohen L-förmigen Dreigeschosser untergebracht, sondern auch eine WG der Bruderhaus-Diakonie für vier junge Menschen mit leichten Defiziten und einen „TigeR“ des Tagesmüttervereins Reutlingen, eingerichtet von der Lechler AG und der Holy AG für neun bis zwölf Mitarbeiter-Kinder unter drei Jahren. Ein Gemeinschaftsraum im Erdgeschoss soll zum einen für Begegnungen der Bewohner, aber auch für öffentliche Veranstaltungen genutzt werden.
 
Der „Wohn-Traum Sannental“ wird ganz ohne fossilen Brennstoffe auskommen. Eine Photovoltaikanlage, die etwa 80 Kilowatt Peak Leistung erbringt, wird in diesen Tagen montiert. Gebaut und finanziert wird sie von der Bauherrengemeinschaft, die Kosten belaufen sich auf rund 100?000 Euro. Verpachtet wird die Anlage an die Stadtwerke Metzingen, die damit über die bislang größte Anlage verfügen wird, die sie selbst betreibt. Ziel ist es, 50 Prozent der Energiegewinnung in die Wohnanlage selbst fließen zu lassen, erklärt Alexander Schoch, stellvertretender kaufmännischer Werkleiter bei den Stadtwerken Metzingen. Zusätzlich werden 14 Erdbohrungen  mit 125 Meter Tiefe die nötige Energie für Heizung und Brauchwasser liefern.
 
Rund 9,8 Millionen Euro kostet der Neubau des „Wohn-Traums Sannental“. Ein Projekt, das ausschließlich von privaten Investoren auf die Beine gestellt wurde. Entstanden ist die Idee im Jahr 2010 in einer Zukunftswerkstatt der Stadt Metzingen. Die anfängliche Vision von einem Wohnprojekt für jung und alt wurde dann konsequent weiterverfolgt. Dabei geht es um weit mehr, als nur um das Wohnen. Eine lebendige Nachbarschaft soll entstehen, alt und jung sollen sich gegenseitig unterstützen, jeder seinen Teil zum Gelingen eines guten Miteinanders beitragen. Und natürlich soll sich das Leben nicht nur innen in den Wohnungen abspielen, sondern auch draußen auf den Freiflächen. Etwa ein Drittel der Bewohner ist unter 25 Jahren, der Rest ist altersmäßig bunt gemischt. Das Gebäude ist bewusst offen gestaltet und einladend.
 
Das neue Wohnprojekt liegt in einem Quartier, das in den nächsten Jahren eine erhebliche Aufwertung erfahren wird. Vis-a-vis liegt das Gaenslen und Völter-Areal, das neu überbaut wird. Hugo Boss und weitere Exklusivmarken werden dort ihre neuen Shops eröffnen und die die Außenflächen sollen als Erlebniswelten gestaltet werden. Da passt der Traum von einer kinder- und seniorenfreundlichen Wohnanlage ganz dazu.
 
Carola Eissler 17.02.2017

Foto: Kiehl

Auf dem Gelände des ehemaligen Kindergartens Sannentalstraße in Metzingen, direkt gegenüber vom Gaenslen & Völter-Areal, entsteht der „Wohn-Traum Sannental“.
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2016
FEBRUAR

Ein "Wohntraum" für Generationen|Südwest-Presse/Metzingen 01.02.2016

"Träumende" haben konsequent an der Verwirklichung ihres Zieles gearbeitet, nun wird aus der Vision Realität: Der erste Spatenstich zum Mehrgenerationenhaus Sannentalstraße ist vollzogen.
 
Die jüngsten unter den künftigen Bewohnern haben die Baustelle mit Begeisterung in Beschlag genommen: Mit Mini-Baggern arbeiten sie in dem Schutthaufen, der einst der Kindergarten war, und graben mit ihren kleinen Schaufeln den Boden um. Bald werden diese Aktionen nicht mehr möglich sein, dann ist das Gelände in der Sannentalstraße 2 bis 4 in der Hand von Bauarbeitern - dann haben Unbeteiligte auf dem Areal nichts mehr zu suchen. Anders am Samstag: Dort, wo in anderthalb Jahren ein Gebäude mit 31 Wohneinheiten und einer Wohnfläche von 2960 Quadratmetern, mit Gemeinschaftsräumen, einer TigeR-Gruppe des Tagesmüttervereins und einer ambulanten Wohngruppe der BruderhausDiakonie stehen wird, hatten sich unzählige Menschen eingefunden: Künftige Bewohner, am Bau und der Planung beteiligte Personen und Gemeinderäte - aber auch interessierte Metzinger. Denn mit dem "Wohntraum Sannental" wird ein ungewöhnliches Projekt realisiert. Ein von zahlreichen Menschen lang gehegter Traum wird wahr - das Wohnen von Generationen unter einem Dach.
 
Dieses Bauprojekt bringe laut Albrecht Reuß die Stadt Metzingen insgesamt weiter: "Denn es ist auch ein soziales Projekt", so der Geschäftsführer von citiplan, dem projektbegleitenden Büro für Stadtplanung und Projektentwicklung. Nicht ein Bauträger realisiert hier ein Gebäude und nehme 9,8 Millionen Euro in die Hand, sondern ein Zusammenschluss von bislang 24 Einzelpersonen, Ehepartnern und Familien: "Es musste gemeinsam an ganz vielen Strängen gezogen werden, damit dies realisiert werden konnte."
 
Dem Spatenstich sei eine spannende und zeitintensive Vorbereitungszeit vorausgegangen: Die Beteiligten hätten sich Zeit für vier Interessententreffen, fünf Sondersitzungen, 30 Planungswerkstätten, vier Gemeinderatssitzungen, einem Bürgerworkshop, einer Nachbarinformation, einem Notartermin und einer Bauherrenversammlung sowie etlichen geselligen Verabredungen nehmen müssen.
 
Gerade auch die Geselligkeit soll das Zusammenleben in dem Mehrgenerationenhaus auszeichnen: "Das ist ein guter Weg des Miteinanders", betonte Oberbürgermeister Dr. Ulrich Fiedler. Der sei seit dem ersten Moment eingeschlagen worden, das Projekt sei 2010 immerhin auf der Ebene der Bürgerbeteiligung im Rahmen der Zukunftswerkstatt entstanden. Einen Namen müsse er bei der Verwirklichung dieses Gemeinschaftstraums hervorheben: Michael Giehrl war von der ersten Stunde als Motor des Projekts mit dabei. Das "eine" Mehrgenerationenhaus gebe es nicht, so Dr. Fiedler. "Jedes hat für sich eine individuelle Prägung mit einem Mehrwert für die Gesellschaft."
 
So brachten die Bauwilligen denn auch ihre Wünsche im direkten Gespräch mit dem Architekten Heinz Neudeck-Mützel vom Architekturbüro Casa Nova aus Ulm ein: Das viergeschossige l-förmige Gebäude werde geprägt von gemeinschaftlichen Elementen, so soll der zentrale Eingang ein Ort der Kommunikation und Begegnung sein - das Prinzip der guten Nachbarschaft werde wörtlich genommen. Auch der große Innenhof ist von allen Bewohnern nutzbar, gleichzeitig könne sich jeder in seine Bereiche zurückziehen und Ruhe finden. Die Zielstrebigkeit der Beteiligten habe auch ihn beeindruckt gab Wolfgang Brodbeck von der bauausführenden Firma zu, die unumgängliche Bauphase werde nur ein kurzer Bestandteil des zukünftigen Zusammenlebens sein: "Sie glauben an das Projekt." Michael Giehrl gab der Hoffnung Ausdruck, dass die "Träumenden" im Mehrgenerationenhaus auch ihre Werte integrieren könnten.
 
Kirsten Oechsner 01.02.2016

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2016
JANUAR

Der "Wohntraum" wird wahr|Südwest-Presse/Metzingen 28.01.2016

Lange haben die Bauwilligen gewartet, jetzt kann es losgehen: Am Samstag um 10.30 Uhr ist Spatenstich am Mehrgenerationenhaus "Wohntraum Sannental". In 17 Monaten soll das Ensemble bezugsfertig sein.
 
 
Wenn alles nach Plan verläuft, könnten bereits im Juni 2017 die Schlüssel an die Eigentümer übergeben werden. An der Sannentalstraße entsteht ein ehrgeiziges Projekt, das rein privat vorangetrieben worden ist. Den Bauherren zur Seite stehen die Citiplan GmbH aus Pfullingen und die Casa Nova Planungs- und Wohnbaugesellschaft aus Ulm.
 
Jung und Alt unter einem Dach, so soll der "Wohntraum Sannental" mit Leben und vor allem mit guter Nachbarschaft gefüllt werden. Ein Drittel der Bewohner sind unter 25 Jahren, der Rest ist altersmäßig bunt gemischt. Die Gruppe der Bauherren besteht derzeit aus einem großen Anteil an Selbstnutzern, zudem werden Wohnungen vermietet, eine Tiger-Gruppe soll in das Ensemble einziehen und auch eine Inklusionsgruppe könnte dort eine neue Heimat finden.
 
Fast zwei Jahre lang wurde nunmehr am "Wohntraum Sannental" auf dem Gelände Sannentalstraße 2-4 geplant. Die Planungsgesellschaft "Wohn-Traum Sannental GbR" wurde Anfang 2014 gegründet, der gleichnamige gemeinnützige Verein bereits ein halbes Jahr zuvor. Geschäftsführer der GbR ist Albin Gugl. Eine Zukunftswerkstatt der Stadt Metzingen hatte vor fünf Jahren den Anstoß zum Mehrgenerationenhaus gegeben. Freilich soll das Projekt architektonisch Akzente setzen, vor allem aber gesellschaftlich. In einer Zeit zunehmender Isolierung und Vereinsamung soll im "Wohntraum Sannental" die gute Nachbarschaft wieder wörtlich genommen werden. Größtmögliche Eigenständigkeit verbunden mit Solidarität und Verbindlichkeit gegenüber den anderen Bewohnern im Haus sollen als Maxime gelten.
 
Auf einer Fläche von 2900 Quadratmetern sind 27 barrierefreie Stadtwohnungen projiziert, Gemeinschaftsflächen kommen hinzu. Durch die Nähe zum G+V-Areal, das ebenfalls bebaut und aufgewertet werden soll, entsteht eine zusätzliche Attraktivität.
 
Info Spatenstich zum "Wohntraum Sannental" ist am Samstag, 30. Januar, um 10.30 Uhr an der Sannentalstraße 4.
 
CAROLA EISSLER | 28.01.2016

Schon in 17 Monaten soll der "Wohntraum Sannental" stehen. Grafik: Casa Nova, Ulm
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2011
DEZEMBER

Stirbt der Wintergarten aus?|Südwest Presse – Artikel von KW 51, 2011

Naturnahes Leben hinter Isolierverglasungen
 
Noch bis vor wenigen Jahren stand der Wintergarten ganz oben auf der Wunschliste vieler Bauherren im Neubau, und auch an vielen älteren Eigenheimen wurde die „gläserne Wohnraumerweiterung“ angebaut. Seit die Architektur immer häufiger mit großen Fensterflächen arbeitet, welche die Wohnhäuser nach außen offener machen, geht die Nachfrage zurück. Neben Geschmacksfragen gibt es dafür auch gute Gründe.
 
Pralle Sonne heizt dem Glashaus ein
 
Wintergärten sind rundum lichtoffen – selbst die Dachflächen des Anbaus sind aus Glas. Den unverstellten Blick ins Grüne können die Besitzer indes seltener genießen als erwartet. Denn sobald die Sonne durch die großen transparenten Flächen fällt, heizt der Wintergarten sich wie ein Gewächshaus auf – bereits im Frühling können dann unangenehm hochsommerliche Temperaturen herrschen. Außenliegende Sonnenschutzsysteme, in der Regel textile Markisen, sind daher unerlässlich, doch sie sind windanfällig. Bei Wetterlagen mit Sonne und Wind ist der Wintergarten dann nur bedingt nutzbar, denn die Markisen müssen eingefahren werden. Da die meisten Wintergärten nur unzureichend wärmegedämmt sind und kaum mit moderner Dreifach-Isolierverglasung aufwarten, sind sie im Winter nur mit hohem Energieaufwand warmzuhalten oder können bei kalten Außentemperaturen gar nicht genutzt werden.
 
Clevere Sonnennutzung für angenehme Temperaturen
 
Große Fenster und Fenstertüren am Haus vermitteln heute ein ähnlich offenes und naturnahes Wohngefühl wie ein Wintergarten. Energetisch, konstruktiv und beim Wohnkomfort sind sie klar überlegen. Mit hoch wärmedämmender Dreifachverglasung und einer Wärmedämmung, die den Rahmen der Fenster überdeckt, können auch Gebäude mit großen Verglasungen die Vorgaben der Energieeinsparverordnung weit übertreffen und Niedrigenergie- oder sogar Passivhausstandard erreichen. Bodentief und mit großen Fenstertüren ausgestattet, schaffen sie ähnlich wie der klassische Wintergarten eine enge  Verbindung zwischen Haus und Garten. Konventionell gebaute Häuser, die mit einem Wärmedämmverbundsystem (WDVS) zusätzlich gedämmt sind, haben durch ihre hohe Speichermasse große Vorteile. Sie können die tief stehende Sonne, die im Winter durch die Fenster an der Süd-, Ost und Westseite des Hauses fallt, zur passiven Heizung maximal nutzen. Im Sommer tragen steuerbare Sonnenschutzsysteme zur Regulierung der Temperatur in den Räumen bei. Im Unterschied zu Wintergartenmarkisen lassen sie sich so in die Fassade integrieren, dass ihre Nutzung weitgehend unabhängig von Wind und Wetter ist.
 
Von Dipl.-Ing. Heinz Neudeck-Mützel, Architekt und Geschäftsführer Casa Nova
Südwest Presse, KW 51, 2011

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2011
JULI

Passivhaus: Lüftung und Heizung trennen|Schwäbisch Zeitung – Artikel von KW 27, 2011

Passivhaus: Lüftung und Heizung trennen
 
Viele Passivhäuser werden komplett ohne Heizverteilung geplant. In diesen Fällen wird der geringe Restwärmebedarf des Bauwerks über eine Aufheizung der Frischluft gedeckt, die über die in jedem Passivhaus vorgesehene Lüftungsanlage in die Räume eingebracht wird. Das klingt verlockend einfach, da eine gesonderte Heizverteilung entfallen kann. Dennoch hat diese Art der Wärmeversorgung einen entscheidenden Nachteil: Bei tiefen Außentemperaturen ist die Luft im Freien extrem trocken, da kalte Luft nur wenig Feuchtigkeit aufnehmen kann. Eine Frischluftheizung kann dann die relative Luftfeuchtigkeit in den Räumen auf unter 25 Prozent senken. Das ist sowohl für die Bewohner als auch für Naturmaterialien wie Holz sehr belastend, denn die optimale Raumluftfeuchtigkeit bewegt sich auch im tiefsten Winter zwischen 40 und 50 Prozent. Mit einer klaren Trennung von Heizung und Lüftung lässt sich dieser „Trocknungseffekt“ verhindern und ein wohngesundes Raumklima sicherstellen. Gelüftet wird in diesem Fall mit hocheffizienter Wärme- und Feuchterückgewinnung aus der Abluft, die notwendige Restwärme wird in Form einer Fußbodenheizung, über Heizkörper oder Deckenheizungen raumweise eingebracht. Im Unterschied zur „Frischluftheizung“ ist es so auch möglich, in verschiedenen Räumen unterschiedliche Temperaturen einzustellen – also zum Beispiel das Schlafzimmer etwas kühler zu halten.
 
Von Dipl.-Ing. Heinz Neudeck-Mützel, Architekt und Geschäftsführer Casa Nova
Schwäbische Zeitung, KW 27, 2011

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2011
JUNI

Passivhaus: minimale Heizkosten, maximaler Wohnkomfort|Schwäbisch Zeitung – Artikel von KW 25 2011

Passivhaus: minimale Heizkosten, maximaler Wohnkomfort
 
Ein Passivhaus ist ein hoch wärmegedämmtes und weitgehend luftdichtes Gebäude, das nur einen sehr geringen Restwärmebedarf für die Heizung hat. Der Wärmebedarf darf maximal bei 15 Kilowattstunden (kWh) pro Quadratmeter und Jahr liegen, damit das Gebäude eine Zertifizierung des Passivhausinstituts und damit die „offiziellen Weihen“ als anerkanntes Passivhaus bekommt. Der Wert entspricht einem Brennstoffbedarf von 1,5 Liter Heizöl, pro Quadratmeter und Jahr. Zum Vergleich: ein rund 40 Jahre alter unsanierter Bestandsbau kann bei 200 kWh, ein Neubau nach der aktuellen Energieeinsparverordnung (EnEV) immer noch bei 50 bis 100 kWh je Quadratmeter und Jahr liegen.
 
Neben dem extrem niedrigen Energieverbrauch profitieren Passivhaus-Besitzer auch von einer hohen Wohnqualität. Die Innenseiten der Wandoberflächen und Fensterflächen sind durch die perfekte und lückenlose Dämmung rundum warm und es gibt keine unangenehmen „Kältezonen“ mehr im Haus. Für eine gute Belüftung der Räume ist im Passivhaus eine Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung obligatorisch.
 
 
Von Dipl.-Ing. Heinz Neudeck-Mützel, Architekt und Geschäftsführer Casa Nova
Schwäbische Zeitung, KW 25, 2011
 
 

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2011
JUNI

Schimmelprobleme|Südwest Presse – Artikel von KW 24, 2011

Wärmedämmung gegen Feuchteschäden
 
Ist das Haus rundum warm eingepackt, hat Schimmel kaum Chancen
 
Schimmel im Haus ist nicht nur ein kosmetisches Problem, sondern kann auch die Gesundheit der Bewohner beeinträchtigen. Denn Schimmel gilt als Allergieauslöser und kann die Entwicklung von Atemwegserkrankungen begünstigen. Wenn der lästige Pils sich im Haus mit schwarzen Stellen oder einem leicht muffigen Geruch bemerkbar macht, sollte man das nicht auf die leichte Schulter nehmen.
 
Schimmel liebt kalte, feuchte Bauteile
 
Schimmelsporen befinden sich so gut wie überall in der Luft. Sich festsetzen und ein Pilzgeflecht bilden können sie aber nur dort, wo sie fast kontinuierlich ein ausreichend feuchtes Klima vorfinden. Will man Schimmel bekämpfen oder erst gar nicht entstehen lassen, muss man also den Ursachen für Feuchtigkeit im Haus auf den Grund gehen und sie abstellen – oder am besten gar nicht erst entstehen lassen. Sofern kein Bauschaden zum Beispiel durch eine leckende Wasserleitung, eine schadhafte Kellerabdichtung oder ein undichtes Fallrohr vorliegt, sind Feuchteschäden meist auf kalte Bauteile im Innern des Hauses zurückzuführen. Denn die Feuchtigkeit schlägt sich immer dort nieder, wo es kalt ist. Trifft warme Luft, die viel Wasser aufnehmen kann, auf ein kaltes Bauteil, kondensiert das Wasser und schlägt sich als Tauwasser nieder. Besonders häufig sind Feuchte- und Schimmelschäden daher an unzureichend gedämmten Außenwänden oder an Wärmebrücken etwa an den Mauerwerksanschlüssen rund um Fenster zu finden.
 
Lückenlose Wärmedämmung gräbt Schimmel das Wasser ab
 
Ein guter Schutz gegen Schimmel und Feuchtigkeit ist ein Wärmedämmverbundsystem, mit dem das Mauerwerk eines Hauses rundum lückenlos eingepackt ist. Um Wärmebrücken an den Fenstern zu vermeiden, sollte das Verbundsystem inklusive der Putzoberfläche am besten bis über die Fensterrahmen geführt werden. Typische Schwachstellen sind Rollladen- oder Jalousienkästen, die daher ebenfalls hoch wärmegedämmt ausgeführt werden müssen. Dreifach verglaste Wärmeschutzfenster mit thermisch getrenntem Randverbund sind den preiswerteren Zweifachverglasungen vorzuziehen. Sie halbieren die Wärmeverluste, und auf das typische Kondenswasser, das sich an kalten Tagen häufig am unteren Falz eines Fensters mit Zweifachverglasung bildet und ein deutliches Zeichen für kalte Oberflächen ist, kommt bei der Dreifach-Isolierverglasung nur noch bei besonders hoher Luftfeuchtigkeit vor.
 
Von Dipl.-Ing. Heinz Neudeck-Mützel, Architekt und Geschäftsführer Casa Nova

Südwest Presse, KW 24, 2011

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2011
MAI

Mythos „atmendes Haus“|Schwäbisch Zeitung – Artikel von KW 21, 2011

Mythos „atmendes Haus“:
Eine hochgedämmte Gebäudehülle ist der beste Garant für komfortables und energiesparendes Wohnen
 
Bei vielen Bauherren und Hausbesitzern hält sich hartnäckig das Vorurteil, die Wände eines Hauses müssten „atmen“, damit die Bewohner in den Räumen ein gesundes Wohnklima vorfinden könnten. Der Mythos des „atmenden Hauses“ hat seinen Ursprung wohl in Schriften des Chemikers und Hygienikers Max von Pettenkofer – aus der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Heute weiß man, dass eine normale verputzte Hauswand keinerlei Luftaustausch zulässt, also keineswegs atmet. Wenn der Luftwechsel zum Beispiel in einem unmodernisierten Altbau „von selbst“ stattfindet, dann durch Fenster- und Türritzen oder sonstige Leckagen in der Bauhülle. Im Haus ist es dann meist zugig – mit unangenehmen Auswirkungen auf die Wohnqualität und die Heizkostenrechnung. Eine dichte und gut gedämmte Gebäudehülle ist also der beste Garant für energiesparendes und komfortables Wohnen und Leben. Den nötigen Luftaustausch kann man je nach Gebäude, persönlichem Komfortanspruch und Nutzungsgewohnheiten, von Hand über die Fensterlüftung oder über eine technische Lüftungsanlage vornehmen, die das Haus kontrolliert und energieeffizient „atmen“ lässt.
 
Von Dipl.-Ing. Heinz Neudeck-Mützel, Architekt und Geschäftsführer Casa Nova

Schwäbische Zeitung, KW 21, 2011

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2011
APRIL

Fenster: Dreifach hält besser|Schwäbisch Zeitung – Artikel von KW 15, 2011

Fenster: Dreifach hält besser
Die meisten Bauherren wünschen sich heute helle und lichtdurchflutete Räume mit großen Fensterflächen. Je größer die „Augen des Hauses“ ausfallen, desto wichtiger ist es, zukunftsfähige Fenstertechnik einzubauen, die Wärmeverluste minimiert. Isolierfenster mit Dreifachverglasung können die Wärmeverluste über die Fensterflächen im Vergleich mit einer heute noch zulässigen Zweifachverglasung nahezu halbieren. Sie vermindern zudem die Kälteabstrahlung der Glasflächen an kalten Tagen und wirken sich damit sehr positiv auf das Wohnklima im Raum aus. Auch die Bildung von Kondenswasser, keine Seltenheit bei der Zweifach-Isolierverglasung, wird durch den Aufbau einer Dreifachverglasung mit thermisch getrenntem Randverbund zuverlässig verhindert. Die kurzfristig günstigere Zweifachverglasung kann durch den höheren Energieverbrauch auf Dauer teuer werden – und muss zudem mit einem Verlust an Wohnqualität bezahlt werden.
 
Darauf sollten Sie achten:

  • Dreifach-Isolierverglasung,
  • Rahmen mit thermisch getrenntem Randverbund,
  • von außen überdämmte Fensterrahmen zur Vermeidung von Wärmebrücken.

 
Dipl.-Ing. Heinz Neudeck-Mützel, Architekt und Geschäftsführer Casa Nova
 
Schwäbische Zeitung, KW 15, 2011

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2011
MÄRZ

Schöne Aussichten: Sonne passiv nutzen|Schwäbisch Zeitung – Artikel von KW 13, 2011

Schöne Aussichten: Sonne passiv nutzen
 
Große Fensterflächen bieten nicht nur schöne Aussichten und schaffen helle Räume, sie können durch passive Sonnennutzung auch die Energiebilanz eines Bauwerks verbessern. Richtig angeordnet lassen große Glasflächen die tief stehenden Strahlen der Wintersonne ins Innere des Hauses und ihre „Wärmefracht“ in den Räumen abladen. Eine wichtige Rolle spielt dabei der Gesamtenergiedurchlass, der so genannte „g-Wert“. Er gibt an, wie viel Energie durch transparente Bauteile ins Gebäude gelangen kann. Damit die eingetragene Wärme im Haus bleibt, sollten hoch wärmegedämmte Fenster eingesetzt werden. Zeitgemäß sind heute hochwertige Dreifachverglasungen mit Spezialbeschichtungen, Schwergasfüllung und thermisch getrenntem Randverbund, die den immer noch zulässigen Zweifachverglasungen deutlich überlegen sind. 
 
Von Dipl.-Ing. Heinz Neudeck-Mützel
Schwäbische Zeitung, KW 13, 2011

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2011
MÄRZ

Schöne Schattenseiten: Sonne passiv nutzen|Schwäbisch Zeitung – Artikel von KW 12, 2011

Schöne Schattenseiten: Die Sonne passiv nutzen
 
Von Dipl.-Ing. Heinz Neudeck-Mützel, Architekt und Geschäftsführer Casa Nova
 
Die Sonne ist der größte und beständigste Energieversorger, der uns zur Verfügung steht. Solarkollektoren und Photovoltaikzellen zapfen diese nahezu unerschöpfliche Energiequelle an, Wärmepumpen nutzen sie indirekt. Sogar Holz, Erdöl und Erdgas sind letztlich „gespeicherte Sonnenenergie“.
 
Sonnenstrahlen tragen Wärme ins Haus
 
Neben der Umwandlung der Sonnenenergie in Wärme und Strom rückt heute auch ihre passive Nutzung im Haus stärker in den Fokus. Große Fensterflächen sind beliebt, denn helle lichte Räume und schöne Ausblicke in die Landschaft bedeuten einfach ein Stück Lebensqualität. Doch tragen die großen Lichteinlässe eines Gebäudes auch zu seiner Erwärmung und damit zur Reduzierung des Energieverbrauchs für die Beheizung bei. Besonders die flach einfallenden Strahlen der tief stehenden Wintersonne können das Glas leicht passieren und ihre „Wärmefracht“ in den Räumen abladen. Das Fraunhofer Institut für Solare Energiesysteme (ISE) hat in einer Studie zum Einfluss verschiedener Sonnenschutzsysteme auf Energie und Raumtemperatur ermittelt, dass der Primärenergiebedarf für Heizung, Kühlung und Beleuchtung sich durch die passive Sonnennutzung um rund 40 Prozent senken lässt.
 
Große Glasflächen mit hohem Wärmeschutz
 
Eine wichtige Rolle spielt dabei der so genannte „g-Wert“. Er gibt an, wie viel Energie durch transparente Bauteile ins Gebäude gelangt und wird auch als „Gesamtenergiedurchlassgrad“ bezeichnet. Voraussetzung ist natürlich, dass die Wärmegewinne der Sonnenenergie nicht durch eine schlechte Dämmung der Fenster zunichte gemacht werden. Hochwertige Dreifachverglasungen mit Spezialbeschichtungen, Schwergasfüllung und thermisch getrenntem Randverbund sind heute eine zeitgemäße Lösung, die Wärmeverluste minimiert und zudem die Wohnqualität verbessert. Sie sind damit den immer noch zulässigen Zweifachverglasungen überlegen, deren günstigere Anschaffung mit höherem Energieverbrauch und einem Verlust an Wohnqualität zu bezahlen ist.
 
Sonnenschutz für angenehmes Klima zu jeder Jahreszeit
 
Im Winter ist die Wärmeeinstrahlung ins Haus erwünscht – im Sommer dagegen kann sie die Räume überhitzen. Dieser Effekt lässt sich zum einen durch eine gut geplante Fensteranordnung und zum anderen durch Sonnenschutzsysteme verringern. Fenster an der Südseite sind im Sommer relativ gut geschützt, da die Sonne von Ost nach West relativ steil übers Haus zieht. An der Ost- und Westseite des Gebäudes ist dagegen vor- bzw. nachmittags mit besonders starker Einstrahlung zu rechnen. Hier ist daher ein außen liegender Sonnenschutz in Form von Jalousien sinnvoll. Innenliegender Sonnenschutz wirkt nur bedingt, denn sobald die Strahlen das Glas passiert haben, ist ein Großteil der Wärme bereits im Raum gelandet. Besonders praktisch sind Sonnenschutzsysteme, die sich mit Zeitsteuerung und Wettersensoren automatisch an die Tageszeit und die aktuelle Wetterlage anpassen.
 
Von Dipl.-Ing. Heinz Neudeck-Mützel
Südwest-Presse, KW 12, 2011

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2011
FEBRUAR

Gut gedämmt ist halb geheizt|Schwäbisch Zeitung – Artikel von KW 7, 2011

Gut gedämmt ist halb geheizt
 
Der sicherste Weg zu niedrigen Energiekosten ist eine rundum gute Gebäudedämmung. Sie minimiert Wärmeverluste, so dass die Heizanlage deutlich weniger zu tun hat und entsprechend kleiner geplant werden kann. Ein Massivbau mit Wärmedämmverbundsystem (WDVS) bietet hervorragende Dämmwerte bis hin zum Passivhausstandard. Die Dämmung packt das Gebäude lückenlos wie in einen warmen Mantel ein und vermeidet damit konsequent nahezu alle Wärmebrücken. Zudem verhindert diese Bauart die Schwächen eines stabilen einschaligen, hoch wärmedämmenden Mauerwerks. Dazu gehören typischerweise verlustreiche Wärmebrücken an den Übergängen zum Dach und zum Keller sowie an den Anschlüssen von Decken, Fenstern und Türen. Auch die Rissgefahr beim Außen- und Innenputz ist im Vergleich mit der einschaligen Bauweise minimal. Die hohe Wärmespeicherfähigkeit eines Wandaufbaus in Massivbauweise mit WDVS schafft überdies ein besonders angenehmes Raumklima im Haus.

  • Massivbau mit Wärmedämmverbundsystem (WDVS) erreicht gute Dämmwerte bis zum Passivhausstandard,
  • Wärmebrücken und die Gefahr der Rissbildung ist minimiert,
  • Wärmespeicherung schafft gutes Raumklima zu jeder Jahreszeit.

 
Von Dipl.-Ing. Heinz Neudeck-Mützel

Schwäbische Zeitung, KW 7, 2011

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